NOx-bindende Textilfassade geht in Betrieb

Am Campus des Immobilienunternehmens ECE in Poppenbüttel wurde die weltweit erste stickoxidbindende Textilfassade für den Realbetrieb eingeweiht. Die mit Nanotitandioxid beschichtete Fassade ist an einem Bürohaus angebracht und bindet die schädlichen Stickoxide, die durch die Autoabgase am viel befahrenen „Ring 3“ die Luft verunreinigen. Ziel des Pilotprojekts bei der ECE ist es, neue Möglichkeiten zur Entwicklung von nachhaltigen Gebäudehüllen zu erproben und die innovative Textilfassade unter Praxisbedingungen zu testen. Dafür wird aufwändige digitale Messtechnik installiert und das Projekt von der RWTH Aachen wissenschaftlich begleitet.

Die Fassade bindet nicht nur Stickoxide, sondern trägt auch zur Verringerung der CO2-Emissionen des 22 Jahre alten ECE-Bürohauses bei: Studien haben nachgewiesen, dass die neuartige Gebäudehülle bis zu 78 Prozent der solaren Kühllasten von Gebäuden im Sommer reduzieren kann. Das wird erreicht, indem der erste Kontakt des Gebäudes mit energieintensiver Solarstrahlung im Außenraum stattfindet und nicht wie bei konventionellen Bauten an der eigentlichen Gebäudehülle. Zudem findet zwischen dem Textil und der Gebäudehülle ein natürlicher Wärmeabtrag mittels Konvektion statt, wodurch die Gebäudehülle passiv gekühlt wird.

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